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marieledoux01

Marie's Salon du Livre

Wer gerne Fantasy, Romantic Thrill, Historicals, auch Erotisches usw liest, ist hier richtig.

Harrison, Thea - Elder Races 06 Das Lied der Harpyie

Das Lied der Harpyie - Thea Harrison, Cornelia Röser

Nach dem gewaltreichen Konflikt und den Wächterkämpfen scheint wieder so etwas wie Ruhe über das Land eingekehrt zu sein. Die Wächter erhalten entsprechend ihrer Fähigkeiten ihre Aufgaben zugeteilt. Jeder freut sich über die tägliche Routine doch zwei der Wächter können ihren Groll und Hass aufeinander nicht begraben. Aryal und Quentin beschimpfen und bekämpfen sich, bei jeder sich bietenden Gelegenheit. Es kommt sogar zu einer schweren körperlichen Auseinandersetzung zwischen den beiden, als Pia mit ihrem Sohn in der Nähe ist. Dragos zwingt die beiden Kontrahenten auseinander. Er steht ihnen nur mehr eine Chance zu, um ihre Jobs zu behalten. Sie müssen gemeinsam für mindestens zwei Wochen nach Numenlaur. Sie sollen Plünderungen verhindern und nach dem Rechten sehen. Es bleibt Aryal und Quentin kaum Zeit, ihre Koffer zu packen. Sie müssen einen Übergang in der Nähe des Elfenlandes erreichen und schon auf dem Weg dorthin, kommt es nicht nur zu heftigen Wortwechsel sondern auch zu weiteren Schlägereien. Wie sollen sie zusammenarbeiten ohne sich gegenseitig umzubringen? Jeder würde den Tod des anderen ohne zu fragen einfach in Kauf nehmen. Als sie aber nach Numenlaur kommen, stellt sich ihnen eine mächtige und bösartige Hexe in den Weg. Welche Entscheidung werden die zwei treffen?

 

Meine Meinung:

Von der Hintergrundstory ist das nicht gerade der beste Band der Serie, jedoch von den Hauptfiguren Aryal und Quentin konnte ich mich am Ende kaum trennen. Die Autorin beschreibt beide so genau, mit ihren Gefühlen, ihrer Vergangenheit und ihren moralischen Ansichten.

Aryal ist ur-ur-ur-alt, eine wilde, unabhängige Harpyie, die sich niemals unterkriegen lässt. Sie ist ihrer ursprünglichen Gestalt noch sehr ähnlich. Sie sagt, was sie denkt, tut, was sie glaubt, tun zu müssen und schert sich nicht um die Konsequenzen. Für die, die sie liebt, das Wyr Reich und Dragos erklimmt sie die höchsten Berge und stünde von den Toten wieder auf. Ihre Loyalität ist grenzenlos und deshalb auch ihre Abneigung gegen Quentin. Sie glaubt, in ihm einen Feind des Wyr Reichs zu sehen und will ihn deshalb zur Strecke bringen.

Quentin ist gegen die Harpyie ein Jungspund. Nicht mal 500 Jahre alt, immer auf seinen Vorteil bedacht, Grenzen und Gesetze akzeptiert er nicht. Eigentlich sind ihm Dragos und das Reich egal, doch nach einem schweren Fehler, entscheidet er sich für ein anderes Leben und nimmt an den Wächterkämpfen teil. Mit seinem sonnigen Gemüt, seinem Charme und Charisma gewinnt er schnell Freunde. So zählt Pia auch zu seinen Freunden.

Gemeinsam sind die zwei ein Pulverfass, das jeden Moment explodieren könnte. Sie schenken sich nicht, aber schon gar nichts. Sie hassen sich doch erkennen sie langsam, dass sie einander recht ähnlich sind. Als sie schließlich zusammenarbeiten müssen, lernen sie einander zu vertrauen und das ist der Beginn einer Wende.